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LASERBEHANDLUNG VON FEHLSICHTIGKEIT - IRRTUM UND WAHRHEIT

Es gibt viele Irrtümer, Fehlinformationen, Fehlinterpretationen und Vorurteile auf dem Gebiet der Sichtkorrektur mittels Laserbehandlung. Insbesondere das Internet, verschiedenste populärwissenschaftliche Publikationen, Werbebroschüren von Firmen und nicht zuletzt die Ärzteschaft sind ständige Quellen von unklaren und widersprüchlichen Informationen. Hier soll auf die wichtigsten Irrtümer und Fehlmeinungen eingegangen werden.

Irrtum 1: Es ist egal, wo und von wem der Eintriff durchgeführt wird...

Irrtum Nr. 1: Es ist egal. wo und von wem die Laserbehandlung durchgeführt wird.

Die Wahrheit ist:

Es ist von entscheidender Bedeutung für das langfristige Ergebnis und die Sicherheit einer Behandlung, wer die Voruntersuchung, die Interpretation des Untersuchungsergebnisses und schließlich die Laserbehandlung durchführt. Natürlich ist es eine wichtige Voraussetzung, dass die Gerätschaften (Laser, Instrumente und Untersuchungseinrichtung) auf dem modernsten Stand sind.

Mindestens genauso wichtig ist aber die  Erfahrung und die Qualifikation des Operateurs und ob er die Möglichkeiten moderner Lasersysteme überhaupt ausschöpfen kann. Dabei geht es nicht darum, dass der Arzt die Behandlung vom chirurgischen Ablauf her ordnungsgemäß ausführt - das ist selbstverständlich. Es geht auch um die richtige Wahl des Operationsverfahrens in komplexen Details und der entsprechenden Operationsparameter sowie um die richtige Interpretation der Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf die individuelle Operationsplanung in jedem Einzelfall. Die moderne Lasertechnologie ist heutzutage so vielseitig in ihren Möglichkeiten, dass das Treffen der richtigen Entscheidungen ein tiefes medizinisches als auch optisch-physikalisches Verständnis in einer komplexen Zusammenschau erfordert. Idealerweise wird sowohl die Voruntersuchung als auch die Nachkontrolle durch den erfahrenen Spezialisten durchgeführt, der auch den Eingriff selbst durchführt. Nur so kann ein Operateur in jedem Einzelfall das optimale Behandlungsprofil festlegen und die Ergebnisse in den Optimierungsprozess des Zentrums einfließen lassen.

Irrtum 2: Qualität hängt nicht vom Preis ab...

Irrtum Nr. 2: Die Qualität der Laserbehandlung hängt nicht vom Preis ab.

Die Wahrheit ist:

Es beginnt bei der Qualität der Verbrauchsmaterialien. So gibt es z. B. einen massiven Preisunterschied bei Verbrauchsmaterialien, die das Operationsergebnis beeinflussen. Auch die Qualität der Gerätschaft einschließlich Laserplattform ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg. Nur das modernste und beste Gerät ist gerade gut genug. Weiters ist es auch notwendig, dass das System immer auf dem neuesten Stand gehalten wird und die technische Servicequalität stimmt. Auch hier hat alles seinen Preis.

Es geht dann weiter bei der Qualität der Voruntersuchung. Auch hier gibt es eine große Qualitätsbandbreite an optimalen Untersuchungsgeräten und Untersuchungstechniken. Nicht zuletzt sind aber die Qualität der individuellen Interpretation der  Untersuchungsergebnisse und die Qualität und die Erfahrung des Spezialisten, der die Operation durchführt, sehr entscheidend. Idealerweise sollten die Voruntersuchung, die Interpretation der Untersuchungsergebnisse und natürlich die Operation vom erfahrenen Operateur selbst durchgeführt werden.

Die Bewertung der Ergebnisse der Voruntersuchung ist auch nicht immer eindeutig. Hier spielen die Erfahrung und die fachliche Kompetenz des Spezialisten eine entscheidende Rolle. Wie sind z. B. die Abbildungsfehler höherer Ordnung zu bewerten? etc. etc. Liegen die Voruntersuchung, die Operation und die Nachuntersuchung in der Hand des operierenden Spezialisten und hat er ausreichende Erfahrung und Kompetenz, kann er nicht nur diese sehr individuellen Fragen lösen, er kennt damit auch die Wünsche und Erwartungen jedes einzelnen Patienten.

Fazit:
Ein modernes Lasersystem nach dem letzten Stand der medizinischen Entwicklung hat so viele Möglichkeiten der Optimierung der Behandlungsergebnisse, die weit über die bloße Entscheidung über Dioptrien, optische Zone und Abtragtiefe hinausgehen, sodass der behandelnde Arzt schon sehr tief in die Materie eindringen können muss, um wirklich optimale Resultate im Einzelfall erzielen zu können. Daher ist ein modernes Lasersystem eine Voraussetzung, aber nicht ausreichend für optimale Resultate im Einzelfall. Mindestens genauso wichtig sind die Voruntersuchung und die richtige Interpretation dieser Daten zur Umsetzung in ein optimales Behandlungsprofil in jedem Einzelfall.

Irrtum 3: Das Operationsverfahren ist egal ...

Irrtum Nr. 3: Es ist egal, welches Operationsverfahren angewandt wird.

Die Wahrheit ist:

Die richtige Auswahl des Operationsverfahrens ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit und den langfristigen Erfolg des Eingriffs. Es gibt eine Vielzahl von Verfahren und Varianten davon, wie die Fehlsichtigkeit mittels Excimerlaser korrigiert werden kann: z. B. mit oder ohne Schnitt in die Hornhautstroma. Wenn mit Schnitt, wird der Schnitt mittels eines mechanischen Mikrokeratoms oder mittels Femto-Sekundenlasers durchgeführt? In welcher Hornhauttiefe erfolgt der Schnitt? Wenn kein Schnitt durchgeführt wird, stellt sich die Frage: Wird das Epithel entfernt oder nicht? Wenn ja, wird es vollständig entfernt oder nur temporär? Wenn es nur temporär entfernt wird, mit welchem Verfahren geschieht dies? etc. etc. 
Jede dieser Entscheidungen hat Einfluss auf die Sicherheit und den langfristigen Erfolg in jedem einzelnen Fall.

Was für das eine Auge gut sein kann, muss nicht für ein anderes auch gut sein. Wichtig ist, alles im Einzelfall abzuwägen. In den richtigen Händen gehört die Laserbehandlung von Fehlsichtigkeiten zu den sichersten Eingriffen in der Medizin überhaupt. Bei falscher Indikationsstellung und Verfahrensauswahl kann es aber zu schwerwiegenden langfristigen Folgen kommen. Jedes Operationsverfahren hat Vor- und Nachteile, die im Einzelfall genau gegeneinander abgewogen werden müssen.

Irrtum 4: Das Ergebnis ist nicht dauerhaft ...

Irrtum Nr. 4: Das Ergebnis der Laserbehandlung ist nicht dauerhaft.

Die Wahrheit ist:

Mit den modernen Lasersystemen und der richtigen Indikationsstellung erreicht man in 95 % bis 98 % der Fälle ein hervorragendes Ergebnis, das auch langfristig stabil ist. Bei 2 % bis 5 % kann es in den ersten 5 Jahren nach der Behandlung zu einer Regression kommen, d.h. ein geringer Anteil der behandelten Dioptrien wächst scheinbar wieder nach (i. A. deutlich weniger als 1 Dioptrie). Tatsächlich wachsen aber im Allgemeinen keine Dioptrien mehr nach, sondern die Dioptrien hätten auch ohne Laserbehandlung zugenommen, sodass nur der Ausgangswert für die Dioptrienzunahme durch den Eingriff verschoben wurde. In einem solchen Fall ist es wichtig, dass der Operateur eine Art Garantie gibt, wonach eine weitgehend kostenfreie Nachjustierung innerhalb einer bestimmten Nachbeobachtungszeit ermöglicht wird.

Irrtum 5: Nicht beide Augen gleichzeitig behandeln ...

Irrtum Nr. 5: Eine Laserbehandlung sollte nicht an beiden Augen gleichzeitig durchgeführt werden.

Die Wahrheit ist:

Es ist überhaupt kein Problem, beide Augen gleichzeitig während einer Behandlungssitzung zu behandeln. Im Gegenteil, es ist heutzutage Standard, beide Augen gleichzeitig zu behandeln.

Irrtum 6: Keine ambulante Behandlung ...

Irrtum Nr. 6: Die Laserbehandlung sollte nicht ambulant durchgeführt werden.

Die Wahrheit ist:

Die Behandlung wird praktisch immer ambulant durchgeführt.

Irrtum 7: Vorher dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden ...

Irrtum Nr. 7: Es ist notwendig, Kontaktlinsen mehrere Wochen vor der Laserbehandlung nicht zu tragen.

Die Wahrheit ist:

Eine Kontaktlinsenkarenz sollte mindestens 2 Wochen vor der Voruntersuchung bei weichen Kontaktlinsen und 3 Wochen vor der Voruntersuchung bei harten Kontaktlinsen eingehalten werden. Nach der Voruntersuchung, bei der die Behandlungsparameter festgelegt werden, kann die Kontaktlinse bis zum Datum der Laserbehandlung wieder getragen werden. Damen sollten möglichst am Tag der Laserbehandlung keine Wimperntusche und Augenschminke verwenden.

Irrtum 8: Beim Bewegen der Augen gibt es Komplikationen ...

Irrtum Nr. 8: Wenn man während der Laserbehandlung das Auge bewegt, kann das zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Die Wahrheit ist:

Die modernen Lasersysteme verfügen über ein aktives Eye-Tracking, bei dem der Laserstrahl mit hoher Präzision Augenbewegungen nachgeführt wird. Dadurch ist es sogar möglich, Patienten mit Nystagmus (Augenzittern) erfolgreich zu behandeln. Augenbewegungen führen daher bei modernen Lasersystemen zu keinen Problemen.

Irrtum 9: Kann keine Laserbehandlung erfolgen, muss ein invasiver intraokularer Eingriff erfolgen ...

Irrtum Nr. 9: Wenn eine Laserbehandlung nicht durchführbar ist, gibt es nur invasive intraokulare Eingriffe, wie die Implantation einer Kunstlinse in das Augeninnere, bei denen das Auge eröffnet werden muss.

Die Wahrheit ist:

Es gibt ein modernes, minimal-invasives  Verfahren, CISIS genannt, bei dem eine Art „Dauerkontaktlinse“ in die Hornhaut selbst eingebracht wird. Das Auge braucht nicht eröffnet zu werden und das Verfahren ist völlig reversibel. Bei CISIS wird im Gegensatz zu einer „normalen“ Kontaktlinse, die auf der Oberfläche der Haut getragen wird, ein kleiner Kunststoffring (MyoRing) 0,3 mm unter der Hornhautoberfläche in das Hornhautgewebe geschoben. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es reversibel ist, d.h. der Kunststoffring kann jederzeit wieder entfernt werden und das Auge ist dann genauso wie vor dem Eingriff. 
CISIS kann insbesondere dann angewandt werden, wenn eine Laserbehandlung nicht möglich ist. Gründe für die Nichtdurchführbarkeit einer Laserbehandlung können z. B. sein: zu dünne Hornhaut, zu unregelmäßige Hornhautoberfläche, zu hohe Dioptrien oder Hornhauterkrankungen wie Keratokonus. Die Behandlung ist aber absolut schmerzfrei und wird ambulant durchgeführt.

OÖ AUGENLASERTEAM

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